Diagnose und Arzt-Patientengespräche leiten zum zielgerichteten Therapiemanagement

November 7th, 2020 by

Diagnose, Gespräche und ein zielgerichtetes Therapie-Management ist bei Menschen mit einer Adipositas sehr wichtig und vergleichbar mit einer Behandlung anderer chronischer Erkrankungen. Professor Matthias Blüher, Leiter der Adipositas Ambulanz für Erwachsene am Universitätsklinikum Leipzig, beschreibt dieses Procedere als einen Dreifach-Ansatz (3D, diagnosing, dicussing and setting directions), zum kontinuierlichen Krankheitsmanagement mit klarer Zielausrichtung. (mehr …)

Wie überschüssiges Fettgewebe zum Typ 2-Diabetes führt

Oktober 28th, 2020 by

Aus wissenschaftlichen Erkenntnissen der letzten Jahre geht hervor, dass in überschüssigem Fettgewebe niederschwellig eine chronische Entzündung vorliegen kann. Diese könnte auch die für den Energiestoffwechsel wichtigen, aktiven Gewebe betreffen, zum Beispiel die Leber, die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) und das Gehirn. Diese Entzündungsreaktion verläuft oft von den Betroffenen völlig unbemerkt, hat aber dennoch multiple nachteilige Auswirkungen auf den Organismus. (mehr …)

Innovationen zur stetigen Verbesserung der Diabetestherapie

Oktober 28th, 2020 by

Seit fast 100 Jahren erforscht und entwickelt Novo Nordisk neue Substanzen zur Behandlung der Menschen mit Diabetes. So konnte das Unternehmen in 2019 mit 46,5 Prozent den höchsten Umsatzanteil bei Insulinprodukten verzeichnen. Aktuell exisiteren Forschungsansätze für mögliche Innovationen, wie beispielsweise die einmal wöchentliche Gabe eines Basalinsulins oder auch ein die Entwicklung eines Glukose-sensitiven Insulins. Insuline der neuesten Generation stehen den Menschen mit Diabetes als Insulin degludec (Tresiba®) und eine weiterentwickelte Formulierung von Insulin aspart (Fiasp®) zur Basal- und Bolusbehandlung zur Verfügung. (mehr …)

Nachhaltiger Therapieerfolg bei Adipositas mit Polyglucosamin

Oktober 28th, 2020 by

Übergewicht und Adipositas sind eine enorme Belastung für die globalen Gesundheitssysteme und führen weltweit zu erheblichen Zunahmen der Morbidität und Mortalität, die aufgrund der Begleit- und Folgeerkrankungen dokumentiert werden. Exzessiver Gewichtsanstieg bis zur Adipositas ist ein wesentlicher Risikofaktor für Typ 2-Diabetes, Hypertonie, Fettstoffwechselstörung und kardiovaskuläre Erkrankung, sowie für diverse Karzinome. Durch diese steigende Tendenz zum Übergewicht in der Bevölkerung plädieren die Experten im Gesundheitssystem für eine therapeutische Intervention, insbesondere vermehrter körperlichen Aktivität, kombiniert mit Diätprogrammen. Diese Empfehlungen sind nach wie vor gültig, haben aber in den meisten Fällen nicht zu einem langanhaltenden Erfolg geführt. (mehr …)

Unterschiede der Ursache funktionelle Verdauungsstörung gezielter behandeln

Oktober 28th, 2020 by

Das seit sechs Jahrzehnten bewährte und bei funktionellen Oberbauchbeschwerden gut wirksame Phytotherapeutikum Iberogast® feiert das Jubiläum und kündigt ein Nachfolgeprodukt als Iberogast®Advance zum Oktober 2020 an. Die Erfolgsgeschichte des Produkts hob Geschäftsbereichsleiter Consumer Health bei Bayer Vital Tobias Boldt hervor. „Wir blicken auf 90 Millionen behandelte Patienten zurück und registrieren 50.000 Teilnehmer an wissenschaftlichen Studien und Erhebungen über diesen Zeitraum. Somit ist Iberogast® als eines der am besten untersuchten Phytopharmaka weltweit prädiktiert. Das 60-jährige Jubiläum biete den idealen Rahmen die Marke zu stärken durch eine Erweiterung des Portfolios mit Iberogast® Advance, welches zur Therapie funktioneller gastrointestinaler Erkrankungen ein differenziertes und ergänzendes Spektrum bietet. (mehr …)

Therapiesuche gegen chronische-systemische Entzündung der Fettzellen bei Adipositas

Oktober 28th, 2020 by

Lange bekannt ist die Tatsache, dass schweres Übergewicht, die sogenannte Adipositas, eine chronische Entzündung im Fettgewebe auslöst. Dies bedeutet für den körpereigenen Stoffwechsel eine außergewöhnliche Belastung, die beispielsweise zur Entstehung eines Typ-2-Diabetes beitragen kann. Die Umstellung der Lebensweise durch gesunde Ernährung und mehr Bewegung ist aus diversen Gründen meist nicht zielführend, weil kaum eine Aufgabe schwerer zu bewältigen ist, als liebgewordene Gewohnheiten zu verändern. (mehr …)

Hundert Jahre klinische Fastenerfahrung

August 17th, 2020 by

Fasten ist für viele Menschen eine hilfreiche Möglichkeit zum Abnehmen, es wird aber auch zur Entgiftung eingesetzt. Zweifelsohne wird dem Fasten eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt, die in einer aktuellen Publikation dokumentiert ist.

Besonders das intermittierende Fasten hat einen Siegeszug angetreten und ist zentrales Thema zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen. Aktuell wurde in der Fachzeitschrift Annals of Medicine ein Review publiziert, welches keine Zweifel lässt, dass der Effekt des Fastens zur Behandlung von Übergewicht und Adipositas einen festen Platz findet. Es wird daneben auch eine lebensverlängernde Wirksamkeit und die Verbesserung kognitiver Prozess angenommen.

Fasten ist für viele Menschen eine hilfreiche Möglichkeit zum Abnehmen, es wird aber auch zur Entgiftung eingesetzt. Zweifelsohne wird dem Fasten eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt, die in einer aktuellen Publikation dokumentiert ist.

Fasten ist für viele Menschen eine hilfreiche Möglichkeit zum Abnehmen, es wird aber auch zur Entgiftung eingesetzt. Zweifelsohne wird dem Fasten eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt, die in einer aktuellen Publikation dokumentiert ist.

Besonders das intermittierende Fasten hat einen Siegeszug angetreten und ist zentrales Thema zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen. Aktuell wurde in der Fachzeitschrift Annals of Medicine ein Review publiziert, welches keine Zweifel lässt, dass der Effekt des Fastens zur Behandlung von Übergewicht und Adipositas einen festen Platz findet. Es wird daneben auch eine lebensverlängernde Wirksamkeit und die Verbesserung kognitiver Prozess angenommen.

Dabei liegt der Fokus auf längerfristigem Fasten zwischen fünf bis zehn Tagen, teilweise auch über einen Zeitraum von 20 Tagen empfohlen, wie es bei den Buchinger-Wilhelmi-Kliniken praktiziert wird. Als Schlüsselmechanismus wird dem Fasten eine Umstellung des Stoffwechsels bescheinigt, indem die Verwertung der mit der Glukose zugeführten Nahrung zur Nutzung von Ketonkörpern und körpereigenen Fettdepots adressiert. Die Umstellung induziert eine Umschaltung des Programms, welches in den menschlichen Genen verankert ist.

Es werden genetische Signalwege entweder aktiviert oder deaktiviert, um in den Fastenmodus zu gelangen und diesen zu starten. Dazu soll 12 bis 16 Stunden keine Nahrung aufgenommen werden. Exemplarisch wird der mTOR-Signalweg genannt, der durch das Fasten deaktiviert wird. Dieser hemmt das Zellwachstum und die Zellteilung. Da dies in Zusammenhang mit einer Krebserkrankung gebracht wird, könnte durch Fasten das Risiko von Krebserkrankungen verringert sein.

Insofern kann Fasten mehr leisten als zur Gewichtsreduktion und Normalisierung des Fett- und Glukosestoffwechsels beizutragen. Neu erkannte positive Auswirkungen des Fasten werden insbesondere für diese Zielgruppe abgeleitet:

  • Eine Verlängerung der gesunden Lebensspanne
  • Die Verminderung entzündlicher Prozesse
  • Aktivierung der Autophagie, mit der sich die Gewebezellen
  • und Zellstrukturen regenerieren
  • Eine Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten

Ein wichtiger Teil des Reviews beschäftigt sich mit der Klassifikation unterschiedlicher Fastenformen und restriktiver Ernährungsstrategien. Es gibt einen Überblick über die neuesten internationalen Publikationen sowie älterer Veröffentlichungen aus den 60er- und 70er-Jahren, als die Nulldiät als eine extreme Art des Fastens über Wochen und Monate zur Gewichtsreduktion bei massiv übergewichtigen Menschen propagiert und angewendet wurde.

Regelmäßiges längerfristiges Fasten in Kombination mit intermittierendem Fasten oder time restrictes eating (Begrenzung der Essenszeiten) könnten zu Bestandteilen eines neuen medizinischen Paradigmas zur Prävention und Behandlung von altersbedingten Krankheiten werden.

Beteiligt an der vorliegenden Arbeit waren Wissenschaftler der Klinik Buchinger Wilhelmi, der Charite-Universitätsklinik Berlin sowie aus dem Dyslipidämie-Zentrum Mailand der dortigen Universität.

Bildquelle: https://pixabay.com/de/photos/bauch-herz-liebe-m%C3%A4dchen-3186730/

Von der FDA autorisiert: IQOS als Tabakprodukt mit modifiziertem Risiko

August 12th, 2020 by

Die US Food and Drug Administration (FDA) autorisierte das neue Tabakprodukt IQOS zur Markteinführung in den US Markt als Tabakprodukt mit modifiziertem Risiko.

Dazu teilt die FDA mit: „Das IQOS-System verbrennt den Tabak nicht, sondern erhitzt diesen lediglich“. Dadurch sei die Erzeugung von schädlichen und potenziell schädlichen Chemikalien signifikant reduziert. Angeführt werden wissenschaftliche Studien, die gezeigt haben, dass ein kompletter Wechsel von Rauchern herkömmlicher Zigaretten auf das IQOS-System die Exposition des Organismus gegenüber den toxischen Substanzen signifikant reduziert ist.

Damit genehmigt die Behörde den Verweis auf eine modifizierte Schadstoffexposition durch IQOS als angemessen und fördernd für die öffentliche Gesundheit.

Aktuell ist aufgrund der verfügbaren wissenschaftlichen Belege damit zu rechnen, dass dieses System der Gesundheit in der Bevölkerung insgesamt zugute kommt, inklusive der Gesamtbevölkerung einen Nutzen bringen wird, sagte Dr. Alexander Nussbaum, Head of Scientific & Medical Affairs bei der Philip Morris GmbH, der den Tabakerhitzer als erstes elektronisches nikotinhaltiges Produkt bezeichnet, das die Kriterien der FDA für ein Produkt mit modifiziertem Risiko erfüllt. Damit wird klar, dass es sich bei IQOS um ein grundlegend andersartiges Tabakprodukt handelt, dessen Nutzung eine schadstoffreduzierte Alternative für erwachsene Raucher darstellt, die andernfalls weiter Zigaretten rauchen würden. Insofern besteht eine positive Chance für Raucher und für die öffentliche Gesundheit.

Der Anteil von Rauchern beträgt in Deutschland etwa 28 Prozent; das bedeutet 17 Millionen gesundheitsgefährdete Raucher, und dieser Anteil ist seit 2016 relativ konstant. Ernsthafte Versuche, das Rauchen zu lassen, liegen bei etwa 15,8 Prozent der Raucher, mit eher rückläufiger Bereitschaft, den Rauchstopp zu versuchen.

Das Wissen um die Chance der Risikoreduktion beim Rauchen ist bei Rauchern herkömmlicher Zigaretten nicht sehr ausgeprägt, obwohl das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) darauf hinweist, dass der Konsum von konventionellen Zigaretten ein deutlich höheres Risiko mit sich bringt als der Umstieg auf risikoreduzierte Alternativprodukte.

Der alleinige Aufruf zum Rauchstopp, erweist sich oft als nicht ausreichend, da er die Lebenswirklichkeit der Raucher nicht adressieren kann.

Fehleinschätzung des Gesundheitsrisikos sowie eine niedrige Kompetenz in Sachen Gesundheit kennzeichnen die Mehrheit der Raucher. Es fehlt eine sachliche Aufklärung über risikoreduzierte Alternativen zur herkömmlichen Zigarette, die oft eine Chance bietet für Raucher, die sonst weiter rauchen würden, um das Rauchverhalten zu ändern.

Unumstritten ist dabei die Tatsache, dass der Rauchstopp das Beste ist was ein Raucher anstreben sollte. Wenn dieser keine Option ist, kann der vollständige Umstieg auf schadstoffreduzierte Produkte ein richtiger und wichtiger Schritt sein.

Bildquelle:
https://pixabay.com/de/photos/zigarette-rauch-glut-asche-brennt-110849/




Moderates Weintrinken zum Essen ist Diabetesprävention

Juni 20th, 2020 by

Jede Gesellschaft ist von einer eigenen Kultur, besonders des Essens und Trinkens geprägt. Die mediterrane Ernährung zeichnet sich aus durch reichlich Obst und Gemüse, mehr Fisch als Fleisch und Weingenuss zu den Mahlzeiten, was als gesunde Ernährung definiert ist. Diese Ernährungsform wird für Menschen mit Typ 2-Diabetes nachdrücklich empfohlen, weil neben positiven Effekten auf den Glukosestoffwechsel und das Körpergewicht vor allem ein Überlebensvorteil zu erwarten ist.

Schon im späten 19. Jahrhundert hatte Carl von Noorden, ein deutscher Internist, der die erste Fachklinik für „Zuckerkranke“ in Frankfurt gründete, den Vorteil des moderaten Weintrinkens für die Glukosemetabolisierung erkannt und genutzt. (mehr …)

Diabetes lässt die Nerven leiden

Juni 15th, 2020 by

Zur Zeit leben mehr als sieben Millionen Menschen mit Diabetes in Deutschland. Die chronisch verlaufende Glukose-Verwertungsstörung kann mit Fug und Recht als Volkskrankheit bezeichnet werden. Ein Drittel dieses Kollektivs leidet an einer diabetischen Nervenerkrankung, der sogenannten diabetischen Polyneuropathie, die neben den Durchblutungsstörungen, den Netzhautveränderungen am Auge und den Nierenerkrankungen zu den häufigsten Folgekomplikationen der veränderten Blutzuckerverwertung gehören. Je weniger gut der Diabetes eingestellt ist und je länger er bereits vorliegt, umso häufiger treten diese Begleit- und Folgeerkrankungen auf.
Vorwiegend sind die peripheren Nerven betroffen. Daher stehen zunächst Symptome an den Füßen, wie Ameisenlaufen und Kribbeln auf der Haut, Wadenkrämpfe, muskuläre Schwäche und Taubheitsgefühl im Vordergrund.

Solche Nervenschädigungen entwickeln sich über länger Zeit völlig unbemerkt. Registrieren die Betroffenen erste Beschwerden, liegen meist bereits schwere Schädigungen der Nerven vor. Am häufigsten sind die langen Strecken der Nerven, die in die Beine und die Füße ziehen, von der sogenannten Polyneuropathie betroffen. Einige Patienten erleben auch eine Schädigung der Nerven in den Armen – was aber wesentlich seltener auftritt.

Diese Veränderungen der Nerven werden auch als Chamäleon der Medizin beschrieben, weil sie bei einigen Menschen sehr schmerzhaft auftreten, von anderen Patienten aber lange Zeit überhaupt nicht gespürt wird.
Die Sensibilitätsstörung der Füße kann schwerwiegende Folgen nach sich ziehen, weil durch die Gefühllosigkeit kleine Verletzungen oder Verbrennungen, etwa von einer zu heißen Wärmflasche, unbemerkt bleiben. Nicht bemerkte Wunden oder Läsionen an den Füßen bleiben entsprechend unbehandelt; sie bilden aber eine ausgezeichnete Eintrittspforte für Bakterien, Viren oder Pilze, die sich im Wundmilieu stark vermehren und eine kleine Verletzung zu einem bedrohlichen Infektionsherd werden lassen.

Eingenommene oder per Infusion in den Körper gebracht Antibiotika erreichen aufgrund der Durchblutungsstörung den infizierten Bereich kaum bis überhaupt nicht. Wundreinigung und das Auftragen antibiotischer Cremes oder Salben sowie Verbände aus der modernen Wundversorgung werden angewendet um das Fortschreiten und Ausbreiten der Erreger- Infektion zu stoppen und die Wunde möglichst rasch zur Heilung zu bringen.

In vielen Fällen gelingt dies nicht, es entstehen Haut- und Gewebenekrosen, die chirurgisch entfernt werden müssen. Ist das Gewebe erst einmal abgestorben, lässt sich eine Amputation kaum noch vermeiden, sagte Professor Thomas Haak, Chefarzt am Diabeteszentrum Bad Mergentheim. Er sieht für 85 Prozent der Amputationen die Ursache in einem diabetischen Fußsyndrom bei Menschen mit langjährig schlecht eingestelltem Diabetes.

Es sei dringend ratsam, der diabetischen Neuropathie und dem diabetischen Fußsyndrom unbedingt vorzubeugen: dazu sollten Menschen mit Diabetes auf eine gute Blutzuckereinstellung achten, wenig Alkohol trinken, Übergewicht und Adipositas abbauen und nicht Rauchen. Regelmäßige Inspektion der Füße und Vorsorgeuntersuchungen sind äußerst wichtig. Einmal jährlich sollte bei Menschen mit Diabetes eine Kontrolluntersuchung der Füße stattfinden, bei der die Berührungsempfindlichkeit, die Tiefensensibilität und die Muskelreflexe untersucht werden. Auch das Kälte- und Wärmeempfinden wird dabei erfasst. Die Ergebnisse dieser Untersuchung zeigen, ob eine periphere Neuropathie bereits vorliegt oder keine diesbezüglichen Störungen vorhanden sind.

Für jeden Menschen mit Diabetes sind gutes Schuhwerk und eine fachgerechte, sorgfältige Fußpflege unverzichtbar.