Brief der Adipositas Stiftung Deutschland findet im EU-Parlament Gehör

April 21st, 2011 by

Das Europäische Parlament formuliert in seiner Entschließung vom 8. März 2011 zum Abbau gesundheitlicher Ungleichheit in der EU unter anderem einen bedeutenden Fortschritt zur Wahrnehmung, Prävention und Therapie der Adipositas in den Mitgliedsstaaten.

„…es fordert die Mitgliedstaaten auf, ebenso wie die Weltgesundheitsorganisation, Fettleibigkeit als chronische Erkrankung anzuerkennen, damit Programme zur Vorbeugung von Fettleibigkeit genutzt werden können und Menschen, die an Fettleibigkeit leiden und eine medizinische Behandlung benötigen, Zugang zu Therapien mit nachgewiesenem medizinischen Erfolg erhalten, und zwar auch im Hinblick auf die Prävention des Ausbruchs weiterer Krankheiten.“

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Gesunde Bio-Produkte werden vom Verbraucher favorisiert

April 10th, 2011 by

Zunehmende Meldungen zu hormonbehandeltem Mastvieh und Giftrückständen in Lebensmitteln lassen alle Alarmglocken bei den Verbrauchern Sturm läuten, und es zeichnet sich ab, dass sie sich der Gesundheit, dem Tierschutz und der unbeschadeten Natur mehr denn je verpflichtet fühlen. Der Trend zu Bio- und Naturprodukten, mit dem ein hoher Anspruch an die Qualität, sowie an die transparente und regionale Herkunft der Nahrungsmittel und der erforderlichen Zutaten gestellt wird, wird sich fortsetzen.

Das Interesse der Verbraucher an naturreinen Produkten wird weiter zunehmen, davon sind wir als Hersteller von verpackten Bio-Vollkornbroten überzeugt. „Mestemacher backt seit 1985 Bio-Brote. Wir gehören somit zu den Pionieren der Verarbeitung von Bio-Getreide und Bio-Zutaten“, sagte Frau Professor Dr. Ulrike Detmers, Mitglied der Geschäftsführung und Gesellschafterin in der Mestemacher-Gruppe, anlässlich der BioFach 2011, die in Nürnberg stattfand.

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„Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7“ startet in Hannover

April 10th, 2011 by

Jeder Besucher der Ernst-August-Galerie in Hannover hat am 24. und 25. März 2011 von 10.00 bis 20.00 Uhr die Möglichkeit an einem Diabetesrisiko-Check teilnehmen.

Diabetiker können zudem ihren Langzeitblutzuckerwert HbA1c überprüfen lassen. Ärzte und Diabetesberaterinnen aus Hannover werten die Ergebnisse aus und stehen den Fragen der Besucher Rede und Antwort.

Modernes Diabetesmanagement mit neuen Blutzuckermessgeräten

Menschen mit Diabetes haben am Aktionsstand die Möglichkeit, die ersten Blutzuckermessgeräte BGStar® und iBGStarTM (www.bgstar.de) von sanofi-aventis kennenzulernen. Interessierte erhalten einen Voucher, um sich für ein neues Gerät registrieren zu lassen.

Große Malaktion für zuckerkranke Kinder

In Deutschland sind über 25.000 Kinder und Jugendliche an Diabetes erkrankt. Unter dem Motto „Wir helfen Kindern mit Diabetes – Helfen Sie mit!“ kann jeder Besucher am Donnerstagnachmittag mit Pinsel und Farbe sein Lieblingsmotiv auf eine große Leinwand bringen. Dabei soll ein Gesamtkunstwerk entstehen, das den kleinen Diabetes-Patienten im Kinderkrankenhaus an der Bult in Hannover Freude macht. Der Erlös kommt der Stiftung „Das zuckerkranke Kind“ zugute.

„Spielerisch fit“: Bewegung hilft, Diabetes zu managen und vorzubeugen

Durch ausreichende Bewegung und guter medizinischer Versorgung können Menschen mit Diabetes ihre Blutzuckerwerte verbessern. Speziell für Kinder zeigt „Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7“ in Hannover, dass körperliche Aktivität Spaß macht und wie einfach es ist, fit zu bleiben.

Wieder mit dabei: Der Deutsche Meister im 200m-Sprint Daniel Schnelting

Betroffenen und Interessierten steht der Deutsche Meister im 200 Meter-Sprint Daniel Schnelting (http://schnelting.com/Schnelting/Start.html ), der selbst seit Kindestagen Diabetiker ist, mit seinen persönlichen Erfahrungen zur Verfügung und beantwortet die Fragen des Publikums.

Am 24. und 25. März 2011 starten die von sanofi-aventis initiierten Diabetes-Aktionstage „Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7“.

Diabetes bei Kindern als lebenslange Herausforderung

April 10th, 2011 by

In allen Ländern der Europäischen Union wird ein enormer Anstieg des Kinderdiabetes registriert, und es kann davon ausgegangen werden, dass die Erkrankung bei unter fünfjährigen Kindern sich bis zum Jahr 2020 verdoppelt. In Finnland gehört bereits eines von 110 Kindern zum Kollektiv der Diabetiker.

Mehr Aufmerksamkeit seitens der Eltern und Ärzte fordert Professor Thomas Danne, Kinderdiabetologe aus Hannover, für die ersten Anzeichen von Diabetes, die sich in vermehrtem Durst, dem Wiederauftreten des nächtlichen Einnässens oder wiederholtem Abmelden aus dem Schulunterricht wegen dringendem Wasserlassen ausdrücken. „Oft sind die Kinder chronisch müde und nehmen an Gewicht ab“, so der Referent, der die Kinderärzte besonders darauf hinweist. „Im optimalen Start einer Diabetestherapie liegt der Schlüssel zum Erfolg“, führte er aus. Vorsorge macht eine effektive Therapie erst möglich, denn mit jeder sich einstellenden Folgeerkrankung steigen die Kosten der Behandlung.

Kurse gegen Übergewicht gehören zu den Präventionsangeboten ebenso wie die Erhöhung der Sportstunden in den Schulen. Erfolg versprechend ist das Erkrankungsmanagement im Diabetesteam aus Beratern, Ökotrophologen, Psychologen und Ärzten sowie den Eltern und Betreuern, das z.B. mit der Aktion „Fit für die Schule“ ins Leben gerufen wurde.

„Kinder mit Diabetes gehören in kompetente Zentren, und der Langzeitblutzuckerwert spiegelt die Bedrohung für die Langzeit- und Folgeschäden wider. Dass inzwischen die Hälfte der Kinder einen Langzeitblutzuckerwert unter 7 erreichen, ist die positive Botschaft“, so Danne. Die negative Botschaft sei, dass die andere Hälfte immer noch deutlich über dem Langzeitblutzuckerwert von 7 Prozent liegt.

Dass Oliver Schnelting, Deutscher Meister im 200 m-Sprint, schon als fünfjähriges Kind mit der Diagnose Typ-1-Diabetes konfrontiert wurde, hat ihn nicht davon abgehalten eine Sportlerkarriere zu beginnen. Allerdings sind Ernährung und Erkrankungsmanagement streng an die sportliche Aktivität angepasst. „Wenn der Blutzucker stimmt, stimmt auch die körperliche Leistung“, betonte Schnelting. Dazu gehören regelmäßige Blutzuckermessungen und die Fähigkeit den Blutzucker durch Ernährung und Insulindosis im Normbereich zu halten.

„Bei Kindern liegt meist ein Typ-1-Diabetes vor“, so Danne, „der einer Autoimmunerkrankung entspricht, bei der die Insulin produzierenden Inselzellen des Pankreas sich selbst zerstören.“ Therapeutisch sind diese Kinder auf Insulintherapie angewiesen, deren Anwendung mit schnell wirksamen und 24-Stunden-Insulinanalogon verfügbar sind.

Es sind variable Einflüsse wie Wachstumsschub, hormonelle Veränderungen sowie unvorhergesehene körperliche Aktivitäten und Nahrungsaufnahme, die zu Schwankungen des Blutzuckerspiegels führen. Daher sind Insulinpumpen und Glukosesensoren in diesem Lebensalter oft unentbehrlich.

Die Ergebnisse einer kürzlich publizierten internationalen Diabetesstudie belegen, dass die langfristig gute Blutzuckereinstellung bei Kindern eng assoziiert ist mit der Risikoreduktion von Spätfolgen wie Erblindung, Nierenversagen oder frühzeitigem Herzinfarkt. Auch wird die Lebensqualität bei guter Blutzuckereinstellung deutlich höher bewertet.

„Die Aktion ,Wissen was bei Diabetes zählt – Gesünder < 7‘ hat in den letzten sieben Jahren fast eine halbe Million Besucher an 33 Standorten erreicht“, sagte Dr. Richard Daikeler, Diabetologe aus Sinsheim, der seit Anfang an die Aktion begleitet. Insgesamt konnten 23.000 Risikocheckbögen ausgewertet und fundierte Daten gewonnen werden.

Im Jahr 2010 war jeder vierte Teilnehmer ein Diabetiker, von denen 86 Prozent ihren Langzeitblutzuckerwert überprüfen ließen. Davon waren 46 Prozent nicht zufriedenstellend eingestellt, und ein Langzeitblutzuckerwert jenseits von 8 Prozent wurde bei 17 Prozent registriert. 69 Prozent der Teilnehmer hatten noch keinen manifesten Diabetes. „Aufgrund erhöhtem BMI (67 Prozent), und zu großem Bauchumfang (48 Prozent) sowie einem behandlungs-bedürftigen Bluthochdruck waren die Diabetes-Risikofaktoren bei den Teilnehmern sehr ausgeprägt“, so Daikeler.

Adipositas und Folgen im kardiovaskulären System – auch bezogen auf die Geriatrie: Fachseminar für Ärzte und Apotheker

April 10th, 2011 by

Alle Experten sind sich einig: mit ansteigender Häufigkeit des Übergewichts und der Adipositas in der Bevölkerung besteht eine enge Verknüpfung zu Folge- und Begleiterkrankungen. An vorderster Front stehen das metabolische Syndrom und die Herz-Kreislauferkrankungen, die schon bei einer über das Normale hinausgehenden Gewichtzunahme mit relevanten gesundheitlichen Schädigungen verbunden ist.

„Dieser gefährlichen Entwicklung kann mit Prävention, Früherkennung und effektiver Gewichtsreduktion entgegen gewirkt werden“, sagte Professor Günther Linß von den Overhalvenkliniken, einem akademischen Lehrkrankenhaus der Charité Berlin, anlässlich einer Fortbildungsveranstaltung für Ärzte und Apotheker, die von Certmedica international in München durchgeführt wurde.

Heutzutage sind bereits 70 Prozent der deutschen Männer und 60 Prozent der Frauen mit einem BMI zwischen 25 bis 29,9 übergewichtig, oder sogar adipös, wenn der BMI den Wert von 30 überschreitet. Bei diesem Kollektiv ist sowohl die kardiovaskuläre Sterblichkeit als auch die Gesamtmortalität erhöht.

Schuld daran ist das viszerale Fettgewebe, das sich vermehrt im Bauchraum (Abdomen) ansammelt und nicht nur den Taillenumfang deutlich erhöht, sondern als endokrines Organ Hormone freisetzt, die definitiv zu Störungen des Stoffwechsels und des Herz-Kreislaufsystems führen. Es kommt zur verstärkten Insulinresistenz, der Blutzucker steigt an und an den Gefäßwänden bilden sich Plaques, die das Gefäßlumen zunehmend verschließen.

Für Linß ist es daher unabdingbar regelmäßig den Taillenumfang zu messen und ihn als wesentliches Risiko der sich entwickelnden Folgeschäden des Übergewichts zu definieren. Fettgewebe, dass sich an der Hüfte und den Oberschenkeln ablagert, unterstreicht die weibliche Form und wird als gynoide oder Birnenform der Fettverteilung interpretiert. Bevorzug im Bauchraum angesiedeltes Fettgewebe bildet den runden Apfeltyp aus, der einer androiden Fettverteilung entspricht.

Als Ursache des ansteigenden Übergewichts und Adipositas in der Gesamtbevölkerung sind nach den Experten neben genetischen Faktoren und familiärer Disposition vor allem die modernen Lebensstilaberrationen mit Überernährung, Fehlernährung und Bewegungsmangel zu nennen. Daneben verantworten auch Stress, Essstörungen, neuroendokrine Ursachen und Medikamente den Gewichtsanstieg.

Weil die viszeralen Fettzellen metabolisch aktiv sind, setzen sie aktive Substanzen frei, wie das PAI-1, freie Fettsäuren, Leptin und Adiponectin sowie Resistin und TNF-α. Als hormonähnliche Substanzen und Entzündungsmarker fördern diese Substanzen die Insulinresistenz, unterhalten systemische Entzündungen und verstärken die Fettstoffwechselstörungen, die schädigend auf die Gefäßwand wirken und eine endotheliale Dysfunktion hervorrufen. Diese mündet in einer Atherosklerose.

Per definitionem setzt die Diagnose ,Metabolisches Syndrom‘ neben der Adipositas auch den Anstieg der Triglyceride mit Absenkung des protektiven HDL-Cholesterins, einen erhöhten Blutdruck mit Werten oberhalb von 135/85 mm/Hg und einen Nüchternblutzucker von mehr als 100 mg/dl voraus.

Die Bestätigung der Diagnose metabolisches Syndrom ist gleichzusetzen mit einem erhöhten Gesundheitsrisiko und Übersterblichkeit.

Neue Forschungsergebnisse zur Fettgewebe induzierten Entzündung stellte Professor Jörg Schulz aus Berlin Buch vor, der den zweifelsfreien Zusammenhang dieser systemischen Entzündung zur Insulinresistenz verdeutlichte. Diese bereitet den Boden für die Entstehung eines manifesten Diabetes mellitus Typ-2, dessen Komorbiditäten als Herz-Kreislauferkrankungen, Störungen der Leber- und Nierenfunktion, peripheren Durchblutungsstörungen und Augenerkrankungen bekannt sind. In der Folge dieser Komplikationen entstehen Herzinfarkt und Schlaganfall, nicht-alkoholische Fettleber und -Nephropathie sowie Erblindung bei diabetischer Retinopathie und Amputationen bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit.

Die entzündlichen Prozesse mit deutlich erhöhten Zytokinen wie Interleukine, TNF-α und Plasminogen-Aktivator wirken negativ auf den Insulin produzierenden Pankreas und sind wesentlich an der Entstehung der Begleit- und Folgeerkrankungen von Übergewicht, Adipositas und Diabetes mellitus beteiligt.

„Mit der Entwicklung und Identifizierung neuer Zielmoleküle zur antientzündlichen Therapie des Diabetes mellitus könnten präventiv wirksame Medikamente gefunden werden“, so Schulz, „die die Morbidität und Mortalität bei Adipositas und deren Begleitkomplikationen zu reduzieren vermögen.“

Während zwischen dem 60. und 75. Lebensjahr die Adipositas dominiert, kommt es in höheren Altersgruppen häufig zu Mangelernährung durch Essstörungen. Nicht nur die Verminderung des Hunger- und Durstgefühls sowie des Gesamtstoffwechsels sind dafür verantwortlich, sondern oftmals auch Zahnverlust und Kauprobleme aufgrund schlecht sitzender Prothesen. Isolation und Vereinsamung mit zunehmender Einschränkung der kognitiven Funktionen verursachen zusätzliche somatische, psychologische und biosoziale Probleme, die wiederum eine Mangelernährung verstärken können. Wenn die Lebensqualität, die Mobilität und die soziale Kommunikation verloren gehen, greifen selbstgewählte Isolation und Fremdbestimmung Raum bei den geriatrischen Patienten, denen mit einer sorgfältigen Ernährungsberatung sowohl die gesundheitliche als auch die psychosoziale Not gelindert wird.

Fachseminar für Ärzte und Apotheker
Adipositas und Folgen im kardiovaskulären System –
auch bezogen auf die Geriatrie
Samstag 09.04.2011, München

Certmedica International GmbH
Magnolienweg 17
63741 Aschaffenburg
Tel.: 06021 150 930